Volksbanken führen Girocard-Nutzung auf iPhone ohne Apple Pay ein

Die Genossenschaftsbanken in Deutschland bieten ihren Kunden ab sofort die Möglichkeit, in Geschäften via iPhone zu bezahlen, ohne dafür Apple Pay nutzen zu müssen. Ein Sprecher des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) erklärte, dass die Volksbanken als erstes europäisches Bankinstitut die im EU-Digitalgesetz DMA (Digital Market Act) festgelegte Option in Anspruch nehmen, die Girocard ohne Umweg über Apple Pay ins iPhone zu integrieren.
Jahrelang hatte Apple den Zugriff auf die NFC-Schnittstelle (Near Field Communication) für kontaktloses Bezahlen allein für seine Dienste reserviert. Das neue EU-Gesetz schafft jedoch Verbindlichkeiten, nach denen der Tech-Gigant anderen Finanzdienstleistern Zugang gewähren muss, ohne Gebühren zu erheben.
Bisher generierte Apple durch Apple Pay einen Anteil jeder Transaktion, Schätzungen zufolge etwa 0,15 Prozent des Umsatzes. Die genaue Gebühr bleibt allerdings Apples Geheimnis. Kunden der Volksbanken finden bereits jetzt in der für sie bereitstehenden VR-Banking-App einen Hinweis auf die neue Bezahlfunktion. Dort erhalten sie auch eine einfache Installationsanleitung, um die Girocard als Hauptzahlungsmethode auf ihrem iPhone einzurichten.
Eine umfassende Öffentlichkeitskampagne, die dieses Feature bewirbt, ist von den Volksbanken für das zweite Quartal 2026 geplant. Für Android-Nutzer bieten die Volksbanken schon länger eine eigene bezahltechnische Lösung, da die technischen Bedingungen in diesem System dies ermöglichen.

