Vogelgrippe breitet sich rasant in Deutschland aus: Geflügelindustrie unter Druck
Die Vogelgrippe sorgt momentan in Deutschland für erheblichen Aufruhr, da sie bereits in neun Bundesländern zur Tötung von Geflügelbeständen geführt hat. Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald wurden seit Anfang September 41 Ausbrüche in kommerziellen Geflügelhaltungen gemeldet.
Die Fallzahl stieg um sechs im Vergleich zum Vortag, was die rasante Ausbreitung der Seuche unterstreicht. Mehr als 500.000 Nutztiere sind in den vergangenen zwei Monaten betroffen gewesen, wobei täglich neue Fälle verzeichnet werden. An der Spitze der Infektionsliste steht Niedersachsen mit 13 betroffenen Betrieben, gefolgt von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und anderen Bundesländern.
Besonders bedrohlich zeigt sich die Situation auch für Wildvögel, da das hochansteckende Virus H5N1 bei zahlreichen eingesandten Kadavern festgestellt wurde. Ein Massensterben hat vor allem die Kraniche getroffen, mit mehreren Tausend toten Tieren allein in Brandenburg.
Um die weitere Ausbreitung auf Nutzgeflügel zu verhindern, haben das Saarland und Hamburg eine flächendeckende Stallpflicht angeordnet. Auch in anderen Regionen wird regional begrenzt auf diese Maßnahme zurückgegriffen, um eine noch größere Gefährdung der Geflügelbestände zu vermeiden.

