Vodafone trotzt globalen Herausforderungen, enttäuscht aber Analystenerwartungen

Vodafone hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2025/26 sowohl Umsatz als auch operativen Gewinn gesteigert. Der britische Telekommunikationsriese profitierte maßgeblich von seinem anhaltenden Wachstum auf dem afrikanischen Kontinent und der erfolgreichen Akquisition des britischen Mobilfunkanbieters Three sowie von Telekom Romania. Gleichzeitig trübten jedoch Währungseffekte das Gesamtbild und führten zu Spannungen im Markt.
Mit einem Umsatzanstieg von 6,5 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro übertraf Vodafone die eigenen Vorquartalsergebnisse, blieb jedoch hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die von höheren Wachstumsraten ausgegangen waren. Im Bereich des Service-Umsatzes erzielte das Unternehmen ein Plus von 7,3 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro, wobei das organische Wachstum – ohne Wechselkurseffekte – bei 5,4 Prozent lag.
Das deutsche Geschäft bleibt für Vodafone von entscheidender Bedeutung und verzeichnete ein moderates Wachstum des Service-Umsatzes um 0,7 Prozent auf 2,73 Milliarden Euro. Interessant ist hierbei der Trend bei den Kundenverlusten im TV-Segment sowie dem leichten Zuwachs bei Mobilfunkkunden, vor allem durch die Zusammenarbeit mit dem Partner 1&1. Mehr als 12 Millionen 1&1-Kunden nutzen mittlerweile das Vodafone-Netz.
Eine Herausforderung stellt hingegen der Rückgang von 63.000 Breitbandinternet-Kunden auf rund 10 Millionen dar, was insbesondere bei Analysten der Citibank auf Missfallen stieß. Dennoch zeigte sich der Aktienkurs von seiner robusten Seite; in den letzten drei Monaten stieg er um ein Viertel, bevor er jüngst aufgrund von Enttäuschungen um fast fünf Prozent nachgab. Die bereinigten Gewinne stiegen um 2,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, und das Management bleibt für das laufende Geschäftsjahr weiterhin optimistisch.

