Vitalik Buterin und Anatoly Yakovenko streiten über die Sicherheit von Ethereums Layer-2

Ein öffentlicher Austausch zwischen Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin und Solana-Mitbegründer Anatoly Yakovenko hat in der X-Krypto-Community Aufmerksamkeit erregt.
Der Streit drehte sich um die Sicherheit, die Ethereums Layer 2 (L2) Netzwerke bieten.
Sicherheits- und Zentralisierungsrisiken
Buterin verteidigte kürzlich Ethereums L2-Architektur auf X mit den Worten: “even if 51% of validators collude or suffer a software bug, they cannot steal user assets.” Er räumte jedoch ein, dass es Einschränkungen gibt, wenn das Validator-Set mit Aufgaben betraut wird, die außerhalb der Kontrolle der Blockchain liegen. In einem solchen Szenario könnten mehr als die Hälfte von ihnen kollaborieren und eine falsche Antwort liefern, ohne dass es eine Möglichkeit zur Wiedergutmachung gibt.
Yakovenko stellte diese Ansicht in Frage und schrieb: “The promise of L2s != the reality of L2s.” Er wies darauf hin, dass fünf Jahre nach Beginn der L2-Roadmap Wormhole-ETH auf Solana denselben schlimmsten Risiken ausgesetzt ist wie ETH auf Base, während es vergleichbare Einnahmen für ETH L1 Staker generiert.
Der Solana-Mitbegründer schlug vor, dass es einen inhärenten Fehler in den Netzwerken gibt, der es schwierig macht, die gewünschte Sicherheit zu erreichen. Er hob mehrere große Probleme mit der Funktionsweise von L2s heute hervor. Ihre komplexen Codebasen schaffen breite Angriffsflächen, die schwer gründlich zu prüfen sind.
Multisig-Kontoeinrichtungen können auch ermöglichen, dass Gelder ohne Benutzerzustimmung bewegt werden, wenn Unterzeichner kollaborieren oder kompromittiert werden. Zudem konzentrieren Off-Chain-Ausführungssysteme zu viel Kontrolle in wenigen Händen, was die Dezentralisierung, die Blockchain eigentlich fördern soll, untergräbt.
Yakovenko schlägt Ethereum als Solana Layer-2 vor
Yakovenko hat vorgeschlagen, eine dedizierte Brücke zu schaffen, die Ethereum als Layer-2 auf Solana betreiben würde, um einen reibungslosen Vermögensfluss zwischen beiden zu ermöglichen. Er merkte an, dass dieser Ansatz keine Änderungen an der Blockchain selbst erfordert und dass der Prozess mit der Weiterentwicklung des Zero-Knowledge Proofing auf der Kette noch einfacher wird.
Ethereum unterstützt derzeit mehr als eine Million aktive Validatoren, was Solanas geschätzte 2.000 bei weitem übersteigt. Unterstützer wie Krypto-Anwalt Gabriel Shapiro glauben, dass diese breite Validatorbasis die Schutzmaßnahmen gegen koordinierte Angriffe stärkt.
Er erklärte, dass viele Kritiker entweder missverstehen oder absichtlich ignorieren, dass L2s keine einfachen Server sind, die eine Blockchain ausführen. Da sie mit Ethereum verbunden sind, können bestimmte Transaktionen innerhalb von Blöcken durchgesetzt werden, was bedeutet, dass Dezentralisierung auf ihrer Ebene nicht notwendig ist, weil das Netzwerk selbst diese Sicherheit bietet.

