Vertrauensbruch über den Wolken: Kommission diskutiert Fluglärmrichtlinien des Frankfurter Flughafens
Die benachbarten Gemeinden des Frankfurter Flughafens stehen angesichts geplanter Flugroutenänderungen auf in Richtung Nordwesten auf dem Sprung. Diese Pläne, die in einer nicht öffentlichen Sondersitzung der Kommission zur Abwehr des Fluglärms intensiv debattiert werden, haben die betroffenen Kommunen alarmiert. Eine offizielle Mitteilung über die Beschlussfassungen wird nach der Sitzung erfolgen.
Die Betreibergesellschaft Fraport und die Deutsche Flugsicherung (DFS) haben angedeutet, dass künftig vermehrt Abflüge in nordwestlicher Richtung erfolgen werden, insbesondere an jenen Tagen, an denen Flugbetrieb in Richtung West üblich ist, was etwa 70 Prozent des Jahres ausmacht. Hintergrund dieser Maßnahme ist die steigende Anzahl von Flugbewegungen, die bis 2033 erwartet wird.
Kritik kommt auch von der Frankfurter Fluglärms-Kommission, die das Vorgehen als erheblichen Vertrauensbruch betrachtet. Man kritisiert, dass diese Veränderung gegen die ursprünglich festgelegten Rahmenbedingungen des Flughafenausbaus verstößt, besonders im Hinblick auf Zusagen, die eine Doppelbelastung der nahegelegenen Kommunen durch Starts und Landungen verhindern sollten.
Der Fokus der Aufregung liegt insbesondere auf der Nordwestlandebahn, die 2011 eröffnet wurde. Die damaligen Entscheidungsgrundlagen werden nun von vielen in Frage gestellt, ob unter den neuen Voraussetzungen überhaupt noch von einer gleichen Entscheidungsweise auszugehen wäre.

