Vertragskompromiss zwischen Tesla und Wasserverband steht kurz bevor
In der langwierigen Auseinandersetzung zwischen dem Elektroautobauer Tesla und dem Wasserversorger Strausberg-Erkner (WSE) über einen neuen Wasservertrag zeichnet sich eine Lösung ab. Laut Thomas Krieger, dem Vorsitzenden der WSE-Verbandsversammlung, sei ein Kompromiss in greifbarer Nähe. "Ich bin zuversichtlich, dass Tesla damit einverstanden sein wird", bemerkte Krieger optimistisch. Er erwartet, dass der Vertrag bereits Anfang Mai unterzeichnet sein könnte.
In den vergangenen Tagen beschäftigte sich die Verbandsversammlung mit den Vertragsdetails. Seit eineinhalb Jahren laufen die Verhandlungen zwischen den beiden Parteien, wobei insbesondere die Festlegung neuer Grenzwerte für Schmutzwasser im Mittelpunkt steht. Ein Vorentwurf, der bereits mit Tesla abgestimmt wurde, soll nach Ostern zur endgültigen Überprüfung an den Autobauer geschickt werden.
Die spezifischen Änderungen im Vertragstext bleiben vertraulich, nachdem Tesla zuvor Einwände gegen einseitige Änderungen geäußert hatte. Hintergrund der Verhandlungen ist eine Reduzierung des Wasserverbrauchs durch Tesla in seinem Werk in Grünheide, was wiederum die Abwasserqualität beeinflusst hat.
In Grünheide stellt Teslas einzige europäische Fabrik seit März 2022 elektrische Fahrzeuge her. Die Produktionsstätte sieht sich immer wieder mit Protesten konfrontiert, bleibt jedoch ein zentraler Bestandteil von Elon Musks europäischer Expansionsstrategie.

