Versorgungssicherheit durch Diversifizierung: Die IEA warnt vor Abhängigkeiten
Die Internationale Energieagentur (IEA) schlägt angesichts des globalen Energiebedarfs und der damit verbundenen Versorgungsketten Alarm. Im aktuellen Energieausblick der in Paris ansässigen Organisation wird auf die kritische Rolle von strategischen Mineralien hingewiesen, die essenziell für Batterien, Stromnetze sowie Verteidigungssysteme und Künstliche Intelligenz sind. Besonders besorgniserregend ist die dominierende Stellung Chinas bei der Veredlung von 19 der 20 wichtigsten Rohstoffe, was das Risiko von Lieferunterbrechungen und politischem Druck erhöht. Insbesondere die Abhängigkeit von Nickel und Kobalt verzeichnet seit 2020 eine steigende Tendenz, was die Notwendigkeit politischer Maßnahmen zur Schaffung stabilerer Lieferketten unterstreicht. Eine stärke geografische Verteilung könnte dazu beitragen, die Verwundbarkeit gegenüber externen Störungen zu verringern und somit die wirtschaftliche sowie nationale Sicherheit zu stärken.
Der Stromsektor, als Herzstück jeder Volkswirtschaft, wird zunehmend durch wetterbedingte und digitale Gefahren herausgefordert. Die steigende Elektrifizierungsrate trifft nun nicht mehr ausschließlich Schwellen- und Entwicklungsländer. Vor allem die wachsende Nachfrage großer Datenzentren und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz erfordern mehr Ressourcen auch in Industrienationen. Um diese Herausforderungen zu meistern, sind Investitionen in den Ausbau neuer Netze und Speicher notwendig, jedoch hinken diese Bereiche noch hinterher.

