Versorgungskrise im Gazastreifen: UN fordert sofortigen Zugang zu Wasser
Die anhaltende Krise im Gazastreifen verschärft sich durch den Mangel an Treibstoff für lebenswichtige Entsalzungsanlagen. Nach Angaben des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) wurden diese Anlagen aufgrund fehlender Ressourcen abgeschaltet, was die Bevölkerung vor enorme Herausforderungen stellt. Der Mangel an Trinkwasser zwingt Familien und Kinder, in der Hitze lange Strecken zurückzulegen, um sich zu versorgen.
Die UNRWA hat eindringlich gefordert, dass die israelischen Behörden sofortigen Zugang zu Wasser gewährleisten. Israel hatte im April berichtet, eine wichtige Wasserleitung in den Gazastreifen repariert zu haben, die zuvor im Krieg gegen die Hamas beschädigt worden war. Damit sollte eine Verbesserung der Wasserversorgung erreicht werden.
Jedoch klagt die UNRWA in einem weiteren Beitrag auf X, dass die humanitäre Lage für Kinder in Gaza verheerend sei. Bombardements, Zwangsvertreibung, mangelnde Versorgung mit Nahrungsmitteln und Wasser sowie fehlender Zugang zu Bildung traumatisieren eine ganze Generation.
Der Gaza-Krieg, ausgelöst durch das Massaker vom 7. Oktober, bei dem über 1200 Menschen ums Leben kamen, belastet die Region weiterhin stark. Mehr als 250 Geiseln wurden in den Gazastreifen verschleppt. Laut den von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörden beträgt die Zahl der Todesopfer der israelischen Offensive mittlerweile 36.550 Menschen, wobei keine Unterscheidung zwischen Kämpfern und Zivilisten gemacht wird. (eulerpool-AFX)

