Versorgung der Zukunft: Private Investoren im Fokus
Private Investmentfirmen, die Amerikas KI-Rennen und den Ausbau energieintensiver Rechenzentren finanziell unterstützen, beginnen verstärkt, Interesse an lokalen Versorgungsunternehmen zu zeigen, die Strom an Endkunden liefern. Milliarden Dollar fließen nun in Unternehmen in New Mexico, Texas, Wisconsin und Minnesota, um über 150 Millionen Kunden mit Strom zu versorgen.
Professor Greg Brown von der Universität von North Carolina erklärt dieses Interesse mit simplen Worten: „Es gibt viel Geld zu verdienen.“ Unternehmen, die im Infrastruktursektor erfolgreich waren, sehen nun große Anreize, ihre Investitionen auf Datenzentren und Kraftwerke auszuweiten, vor allem seit der Einführung von OpenAIs ChatGPT Ende 2022.
Larry Fink, CEO von BlackRock, sieht den Infrastruktursektor am Anfang einer „goldenen Ära“, die Billionen Dollar an Investitionen erfordert. Tatsächlich strebt das Private-Equity-Unternehmen Blackstone danach, Versorgungsunternehmen wie die Public Service Company of New Mexico zu übernehmen.
Doch gerade in Minnesota gibt es Widerstand gegen die Übernahme von Allete, dem Mutterkonzern von Minnesota Power, durch BlackRock. Unter den Kritikern sind die Staatsanwaltschaft und industrielle Großverbraucher wie US Steel und Enbridge.
Der Verwaltungsrichter Megan J. McKenzie empfahl kürzlich, die Übernahme abzulehnen, da sie hauptsächlich auf die Erzielung hoher Gewinne ausgerichtet wäre. Kritiker befürchten, dass die Investition private Investoren begünstigt, während die Risiko- und Kostenlast bei den Verbrauchern bleibt. Trotz dieser Herausforderungen hält Allete an seiner Übernahmefestigkeit fest, da BlackRock den Zugang zu Finanzmitteln erleichtern könnte, die notwendig sind, um die Energieversorgung zu modernisieren und klimaneutral zu gestalten.

