Verhandlungsfreude dämpft Ölpreise: Märkte zwischen Geopolitik und Handelsbeziehungen

Die aktuelle Entwicklung auf dem Ölmarkt zeigt einen moderaten Preisrückgang, setzen jedoch die dramatischeren Einbußen von Wochenbeginn nicht fort. So notiert die Nordseesorte Brent zur April-Lieferung bei 66,00 US-Dollar pro Barrel, was einem leichten Rückgang von 30 Cent entspricht. Währenddessen sank der Preis für West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März um 21 Cent auf 61,93 US-Dollar.
Hintergrund dieser Preisentwicklung sind geopolitische Entwicklungen im Umfeld des Persischen Golfs. Vor allem die Aussicht, dass die USA und der Iran an den Verhandlungstisch zurückkehren könnten, reduziert die Risikoprämie für mögliche Konflikte in dieser ölreichen Region. Laut aktuellen Berichten hat der iranische Präsident Massud Peseschkian seinen Außenminister angewiesen, Gespräche mit den USA aufzunehmen.
Ein zusätzliches Moment spielt auch die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump eine Rolle, der signalisiert hat, Handelszölle auf indische Waren abzuschaffen. Diesen Schritt verbindet Trump mit der Vereinbarung, dass Indien künftig weniger russisches Öl importieren und verstärkt auf Lieferungen aus den USA und eventuell Venezuela setzen wird. Indien, nach Russland-Sanktionen ein wichtiger Kunde russischen Öls, könnte damit seine Bezugsquellen diversifizieren.

