Verhandlungen bei Volkswagen in Chattanooga: Gewerkschaft UAW droht mit Arbeitsniederlegungen
Volkswagen steht bei den laufenden Tarifverhandlungen im US-Werk Chattanooga vor herausfordernden Zeiten. Die Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) hat angekündigt, dass ihre Verhandlungsführer von den Arbeitern ermächtigt wurden, bei Bedarf einen Streik auszurufen. Diese Entscheidung fiel mit einer deutlichen Mehrheit von über zwei Dritteln der Stimmen, wie die UAW bekanntgab, ohne dabei genaue Zahlen zu nennen.
Im September hatte Volkswagen ein als endgültig bezeichnetes Angebot unterbreitet. Dieses beinhaltete eine Gehaltserhöhung von 20 Prozent sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 4.000 Dollar. Doch die Gewerkschaft kritisierte das Angebot, da es ihrer Ansicht nach keine ausreichenden Sicherheiten für die Arbeitsplätze der Mitarbeiter bei einer möglichen Werksschließung oder einem Verkauf bieten würde.
Obwohl die Erlaubnis für einen Streik vorliegt, betonte die UAW, dass noch kein Datum für eine Arbeitsniederlegung festgelegt wurde. Vielmehr wolle man an den Verhandlungstisch zurückkehren, um bestmögliche Konditionen zu besprechen und einen Streik zu vermeiden. Den Arbeitern von VW in Chattanooga gelang es erst im Frühjahr vergangenen Jahres, sich im dritten Anlauf gewerkschaftlich zu organisieren.

