Vereinte Nationen: Fortschritt trotz Feueralarm
Die Weltklimakonferenz in Brasilien trifft in ihrer Schlussphase auf unerwartete Herausforderungen, nachdem ein Feuer auf dem Konferenzgelände ausbrach. Die Vereinten Nationen appellieren an die Solidarität und Entschlossenheit der Vertragsparteien, um trotz der Zwischenfälle ein positives Verhandlungsergebnis zu erzielen. Der Gipfel sollte ursprünglich heute Abend enden, doch die Verhandlungen, die sich in einer kritischen Phase befinden, könnten wie in den letzten Jahren in die Verlängerung gehen. Diskussionspunkt ist primär ein Plan zum Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe, der ohne die Beteiligung der USA erarbeitet werden soll. Staaten wie Deutschland und die EU drängen auf Fortschritte, jedoch gibt es erheblichen Widerstand, was eine einstimmige Einigung erfordert.
Inmitten der Überlegungen schlugen am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) Flammen auf dem Gelände der Pavillons hoch. Fotos und Videos zeigten lodernde Feuer über den Zeltstrukturen. Der Brand, dessen Ursache noch unklar ist, führte zur Evakuierung aller Anwesenden. Nach Stunden der Unsicherheit und einem "begrenzten Schaden" wurde das Gelände wieder für die Delegierten geöffnet, doch die verloren gegangene Zeit erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Verlängerung des Gipfels weiter. Insgesamt wurden 21 Menschen medizinisch betreut, hauptsächlich aufgrund von Rauchinhalation und Angstzuständen. Der betroffene Bereich des Geländes bleibt gesperrt, während die Verhandlungen nun, laut der deutschen Delegation, wieder ihren regulären Lauf nehmen. Die brasilianische Präsidentschaft hat bereits Diskussionen mit Ländergruppen wiederaufgenommen.
Doch der Brand ist nicht das einzige unerwartete Ereignis auf dem diesjährigen Gipfel. Indigene Aktivisten fielen in der ersten Woche auf, als sie Barrieren durchbrachen und das Gelände besetzten. Später blockierten indigene Gruppen den Haupteingang, forderten ein Gespräch mit dem Gastgeber und machten auf ihre Anliegen aufmerksam.

