Verband fordert Klarheit: Heizungsgesetz in der Reformschleife
Energie- und Immobilienverbände in Deutschland appellieren an die Bundesregierung, rasch für Klarheit über die Zukunft des umstrittenen Heizungsgesetzes zu sorgen. Die Reform des Gebäudeenergiegesetzes steht unter dem Vorzeichen einer technologieoffenen, flexiblen und einfacher zu handhabenden Regelung.
Doch der Weg dorthin bedarf einer genaueren Definition von Zielen und Maßnahmen, so der Konsens der 14 involvierten Verbände. Die schwarz-rote Koalition plant, das bestehende Gesetz abzuschaffen und durch eine verbesserte Variante zu ersetzen. Gefordert ist nicht nur eine zügige Festlegung des neuen Rahmens, sondern auch eine langfristig stabile staatliche Förderung, um das Vertrauen der Beteiligten zu sichern.
Deutschland verfolgt ambitionierte Klimaziele und strebt bis 2045 Klimaneutralität an. Allerdings hinken die Sektoren Gebäude und Verkehr den Vorgaben hinterher. Wesentlicher Bestandteil der Diskussion sind die EU-Vorgaben, die ab 2030 emissionsfreie Neubauten vorschreiben. Diese sollen bis 2050 auch für den gesamten Gebäudebestand umgesetzt werden.
Auch hier drängen die Verbände darauf, europäische Regelungen eins zu eins in nationales Recht zu übernehmen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat im Interview mit dem «Handelsblatt» eine Abkehr von der Wärmepumpen-Vorgabe angemahnt. Vielmehr solle der Fokus auf CO2-Reduktionsziele gelegt werden, wobei den Hausbesitzern die Wahl der besten Methode überlassen bliebe.
Hybride Lösungen könnten effektiver sein als starre Technologiezwänge. Dies stellt jedoch schon den aktuellen Stand des Anfang 2024 in Kraft getretenen Heizungsgesetzes dar, welches den Anteil Erneuerbarer Energien in neuen Heizungsanlagen auf mindestens 65 Prozent festlegt, ohne spezifisch die Wärmepumpe zu verlangen.

