Venezuelas Präsident verschärft Sicherheitsmaßnahmen vor umstrittener Vereidigung
In einem klaren Zeichen der Machtkonsolidierung hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro, wenige Tage vor seiner umstrittenen erneuten Vereidigung, landesweit striktere Sicherheitsmaßnahmen angeordnet. Durch ein neues Dekret soll eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen militärischen, zivilen und polizeilichen Kräften gewährleistet werden. Diese Maßnahmen sind bis einschließlich Freitag, dem Tag seiner Vereidigung, in sämtlichen Regionen des Landes aktiv, verkündete der staatliche Fernsehsender VTV.
Gleichzeitig rüstet sich die Opposition für Proteste gegen die Vereidigung am Donnerstag. Berichten der Zeitung "El Nacional" zufolge, haben die venezolanischen Behörden bereits ihre Sicherheitsvorkehrungen intensiviert, was zu einer verstärkten Präsenz von vermummten Polizisten an den Einfahrtsstraßen von Caracas sowie rund um den Regierungspalast und das Parlament geführt hat. Auch die Metrostationen der Hauptstadt werden nun durch bewaffnete Beamte überwacht.
Nach der umstrittenen Präsidentenwahl im Juli hatte der Oppositionskandidat Edmundo González resultierenden Wahlsieg für sich in Anspruch genommen. Die Regierung der USA und mehrere lateinamerikanische Staaten haben ihn als rechtmäßigen Sieger anerkannt, während die regimetreue Wahlbehörde Maduro als Wahlsieger erklärte. González, der politisches Asyl in Spanien beantragt hatte, plant nun, nach Venezuela zurückzukehren und seine eigene Amtseinführung als Präsident am Freitag durchzuführen, trotz eines bestehenden Haftbefehls gegen ihn in seinem Heimatland.

