VC Cockpit und Lufthansa setzen auf Dialog statt Streik
Eine Atempause für Lufthansa-Passagiere: Ein drohender Pilotenstreik ist vorerst abgewendet. Die Gewerkschaft VC Cockpit hat entschieden, der Fluggesellschaft im aktuellen Tarifstreit um die Altersvorsorge mehr Zeit für ein verbessertes Angebot zu gewähren. Wie aus einem Tarif-Rundschreiben hervorgeht, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wird die Lufthansa zu einer neuen Offerte aufgefordert, bleibt jedoch vor Arbeitskampfmaßnahmen verschont. Eine spezifische Frist bleibt ungenannt.
Die Piloten zeigen sich kämpferisch, betonen aber gleichzeitig ihre Bereitschaft, dem Management den Raum zu lassen, konstruktive Vorschläge zu entwickeln. Die Lufthansa hat bereits verkündet, dass sie den Fortgang der Gespräche mit Wohlwollen betrachtet und jederzeit für eine friedliche Lösung bereitsteht.
Knackpunkt der Verhandlungen sind die Forderungen der Pilotengewerkschaft nach einer Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge zu den Betriebsrenten von mehr als 4.800 Piloten der Lufthansa-Kernfluglinie sowie Lufthansa Cargo. Das Unternehmen hingegen argumentiert mit finanziellen Zwängen und unterstreicht die schon bestehende Qualität der Betriebsrente. Die Gewerkschaft hatte anfänglich eine Verdreifachung der Arbeitgeberbeteiligung gefordert, was in bisher sieben Verhandlungsrunden noch zu keiner Einigung geführt hat.
Ende September stimmten die Mitglieder der VC für mögliche Streiks, doch selbst nach intensiven weiteren Gesprächen wartet man weiterhin auf einen Durchbruch. Die Lage bleibt spannend, und alle Augen richten sich nun auf die kommenden Verhandlungstage.

