VanEck: Rückgang der Bitcoin-Hashrate könnte Rallye 2026 vorbereiten

Bitcoin (BTC) erlebte Ende 2025 einen schwierigen Jahresabschluss, da der Verkaufsdruck im Dezember zunahm und die Netzwerk-Hashrate innerhalb von 30 Tagen um etwa 4% sank, wie aus dem neuesten Bitcoin ChainCheck von VanEck hervorgeht.
Rückgang der Hashrate, Belastung der Miner und divergierendes Investorenverhalten
Der Bitcoin-Preis kämpfte im Dezember und fiel um etwa 9% im letzten Monat, wobei er sich um die Marke von $87.000 bewegte, nachdem er Ende November kurzzeitig bei $81.000 gehandelt wurde. Laut VanEck stieg die Volatilität auf über 45%, den höchsten Stand seit April, während die spekulative Nachfrage stark abkühlte. Die Finanzierung von unbefristeten Futures sank ebenfalls auf etwa 5% annualisiert, deutlich unter dem Jahresdurchschnitt, was auf eine reduzierte Hebelwirkung in den Derivatemärkten hinweist.
Vor diesem Hintergrund hob das Investmentunternehmen die Belastung der Miner als entscheidende Entwicklung hervor. Es wurde festgestellt, dass die Netzwerk-Hashrate, gemessen am gleitenden 30-Tage-Durchschnitt, ihren stärksten Rückgang seit April 2024 verzeichnete.
Die Rentabilität wurde durch niedrigere Preise und steigenden Wettbewerb beeinträchtigt, wobei die Stromkosten für ältere S19 XP Miner von etwa $0,12 auf $0,08 pro kWh gesunken sind. Abschaltungen in der chinesischen Region Xinjiang könnten fast 10% der globalen Hash-Power entfernt haben, da die Behörden diese in Richtung KI-Datenzentren umleiteten.
VanEck schrieb, dass „die Netzwerk-Hashrate um 4% gesunken ist, der stärkste Rückgang seit April 2024“, und fügte hinzu, dass ähnliche Perioden „historisch gesehen bullische konträre Setups markiert haben“.
Gleichzeitig zeigten Kapitalflüsse einen geteilten Markt. Die Bestände an Bitcoin-ETPs fielen um 120 Basispunkte im Monatsvergleich, während Unternehmens-Treasuries für digitale Vermögenswerte etwa 42.000 BTC hinzufügten, die größte Ansammlung seit Juli. Die Strategie machte den Großteil dieser Käufe aus und nutzte ihre Fähigkeit, Eigenkapital auszugeben, während andere pausierten.
Warum VanEck trotz schwacher Preise langfristiges Potenzial sieht
On-Chain-Daten zeichnen ein gemischtes Bild, wobei mittelfristige Inhaber, insbesondere BTC, die sich zuletzt vor ein bis fünf Jahren bewegt haben, ihre Exponierung reduzieren, während die ältesten Kohorten weitgehend stabil geblieben sind. VanEck beschrieb dies als eine „Diamond Hands Divergence“, bei der Teilnehmer mit kurzen Zyklen aussteigen, während langfristige Inhaber bleiben.
Historisch gesehen hat ein Rückgang der Hashrate geduldigen Investoren Vorteile gebracht. VanEcks Analyse zeigt, dass, wenn das 90-Tage-Hashrate-Wachstum negativ wird, die 180-Tage-Vorwärtsrenditen von Bitcoin in 77% der Fälle positiv waren, mit durchschnittlichen Gewinnen von etwa 72%.
„Buying BTC when 90-day hash rate growth is negative, rather than at any time, has historically improved 180-day forward returns by +2,400 bps,“ the report said.
Derweil bleibt die Kursentwicklung fragil, mit einem Rückgang von Bitcoin um etwa 22% in den letzten drei Monaten, was das schlechteste vierte Quartal seit dem Crash 2018 markiert. Dennoch argumentieren einige Marktbeobachter, dass der Ausverkauf eher einen Reset als einen dauerhaften Schaden darstellt. Analyst Sykodelic schrieb, dass die jüngste Schwäche eine strukturelle Abkühlungsphase darstellt, nicht einen Bruch im langfristigen Trend von Bitcoin.
Für den Moment könnte VanEcks Einschätzung vorsichtigen Optimismus für Händler bieten. Während schwache On-Chain-Aktivitäten und der Druck auf Miner weiterhin auf der Stimmung lasten, deuten verbesserte Liquiditätsbedingungen und reduzierte Hebelwirkung darauf hin, dass sich das Fundament für einen gesünderen Zyklus bildet, wobei 2026 zunehmend als der Horizont betrachtet wird, an dem sich der heutige Stress auszahlen könnte.

