USA verschärfen Sanktionen gegen Iran – Finanzstrom im Visier
Die Vereinigten Staaten haben ihre Sanktionspolitik gegenüber dem Iran verschärft und nehmen politische sowie wirtschaftliche Akteure in den Fokus. Dabei wurde Ali Laridschani, Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates und ein enger Vertrauter des obersten Führers, Ajatollah Ali Chamenei, ins Visier genommen. Grund hierfür ist seine Rolle bei der gewaltsamen Unterdrückung der Proteste, die im Zuge der Wirtschaftskrise Ende des vergangenen Jahres ausbrachen.
Mit den neuen Sanktionen, die auch Kommandeure aus den Provinzen Fars und Lorestan treffen, möchte das US-Finanzministerium die finanziellen Ressourcen der Regierungsführung in Teheran eindämmen. Dabei stehen verdeckte Banken-Netzwerke, die Einnahmen aus dem iranischen Ölgeschäft für die Regierung sichern, im Mittelpunkt der Maßnahmen. Insgesamt beziehen sich die Sanktionen auf 18 Individuen und Unternehmen, die von Washington als Komplizen im repressiven System Irans gesehen werden.
Die Reaktion der USA erfolgt vor dem Hintergrund internationaler Kritik an der Gewalt gegenüber den Demonstrierenden, die friedlich gegen das Regime protestierten. Der amerikanische Präsident Trump sicherte den Protestierenden seine Unterstützung zu und bekräftigte, dass Maßnahmen gegen das Regime nicht nur wirtschaftlicher Natur sein könnten. In einem entschlossenen Videobeitrag auf der Plattform X verdeutlichte US-Finanzminister Scott Bessent die Entschlossenheit der Trump-Administration, gegen die iranischen Machthaber vorzugehen.
Neben den USA reagierte auch Kanada mit Sanktionen gegen iranische Funktionäre, darunter erneut Laridschani. Diese Maßnahmen erfolgen in einer Zeit, in der sich der Iran mit den schwersten Protesten seit Jahren konfrontiert sieht und die internationale Gemeinschaft angespannt auf mögliche weitere Entwicklungen blickt.

