USA und Iran: Diplomatische Gespräche mit ungewisser Zukunft
Die Vereinigten Staaten planen am Freitag im Oman eine Diplomatie-Offensive mit dem Iran. Eine Vertreterin der US-Regierung bestätigte, dass der US-Sondergesandte Steve Witkoff sowie Jared Kushner, Schwiegersohn von Ex-Präsident Donald Trump, an den Gesprächen teilnehmen werden. Obgleich die iranische Seite auf das eigene Atomprogramm und mögliche Sanktionslockerungen fokussiert, drängen die USA auch auf Diskussionen über das iranische Raketenprogramm sowie die Unterstützung iranischer Verbündeter wie Hamas, Hisbollah und den Huthi.
Die Ankündigung der Verhandlungen durch den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi erfolgte nur wenige Tage, nachdem spekuliert wurde, dass das Treffen womöglich abgesagt werde. Präsident Trump, der zuvor Drohungen gegen die iranische Führung aussprach, sieht nun einen Hoffnungsschimmer im Dialog, hat jedoch betont, dass der Iran "sehr besorgt" sein sollte.
In der iranischen Bevölkerung herrscht Skepsis gegenüber den neuen Gesprächen, da viele Demonstranten einen echten Machtwechsel fordern. Der autoritäre Kurs der iranischen Regierung hatte Anfang Januar zu massiven Protesten geführt, bei denen zahlreiche Demonstranten getötet wurden.
US-Vizepräsident JD Vance äußerte Bedenken bezüglich der Erfolgsaussichten der Verhandlungen. Er kritisierte die Kommunikationsschwierigkeiten mit Ajatollah Ali Chamenei, der als entscheidende Instanz angesehen wird, jedoch nicht direkt mit den USA spricht. Vance betonte, dass die komplexe Führungsstruktur im Iran die diplomatischen Bemühungen erheblich erschwere.

