USA und Großbritannien greifen im Jemen Huthi-Stellungen an
In einer gemeinsamen militärischen Aktion haben die USA und Großbritannien mit Unterstützung von Verbündeten in der Nacht zu Freitag Stellungen der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen angegriffen. Der Schlag richtet sich gegen die immer wieder von den Huthis verübten Angriffe auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer, die inzwischen zu großen Problemen für den Welthandel geführt haben. Die USA und ihre Verbündeten betonen, dass es ihr Ziel sei, die Huthi zu schwächen und nicht die Situation zu eskalieren. An dem Militärschlag beteiligten sich auch Australien, Bahrain, Kanada und die Niederlande.
Die Angriffe erfolgten gezielt gegen Stellungen der Huthi-Rebellen, die für ihre Angriffe auf Handelsschiffe von besonderer Bedeutung sind, da sie dort Waffen und Technologie lagern. Die USA, Großbritannien und ihre Verbündeten betrachten die Angriffe der Rebellen als grundlos und unrechtmäßig. Zudem bestehe keine Rechtfertigung dafür, Schiffe auf internationalen Gewässern anzugreifen. Der Schlag gegen die Huthi-Stellungen wurde nach sorgfältigen Überlegungen und diplomatischen Bemühungen beschlossen.
Der Rote Meer ist von enormer Bedeutung für den Welthandel, da etwa zehn Prozent des gesamten Welthandels über diese Route abgewickelt werden. Der Suezkanal verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und bietet die kürzeste Verbindung zwischen Asien und Europa. Aufgrund der zunehmenden Angriffe der Huthis haben viele Reedereien inzwischen begonnen, die Route zu meiden und die längere Route um das südafrikanische Kap der Guten Hoffnung zu nutzen.
Die Huthi-Rebellen haben Rache für den Militärschlag angekündigt und betont, dass die USA und Großbritannien einen hohen Preis zahlen müssten. Die Rebellen haben im Jemen weite Teile des Landes eingenommen und kontrollieren die Hauptstadt Sanaa. Sie werden vom Iran unterstützt. (eulerpool-AFX)

