USA sieht neues Verhandlungsfenster für Friedensplan Ukraine
Die USA erkennen nach intensiven Gesprächen in Berlin eine unerwartete Offenheit Russlands gegenüber einem potenziellen EU-Beitritt der Ukraine. Dies war eine der Schlüsselthemen im Rahmen eines diskutierten Friedensplans zur Beilegung des Ukraine-Konflikts, bei dem Moskau Bereitschaft zur Akzeptanz signalisierte, so eine hochrangige US-Regierungsquelle. Neben Sicherheitsgarantien war der EU-Beitritt der Ukraine ein zentraler Punkt des Friedensplans.
Dieser EU-Beitritt wurde früher bereits als Bestandteil eines umfassenden 28-Punkte-Plans der Vereinigten Staaten für den Frieden in der Ukraine vorgestellt, der von Kritikern häufig als eine Art Wunschliste Russlands betrachtet wurde. Dabei ist anzumerken, dass einer der Hauptkriegsgründe Russlands darin liegt, den angestrebten Nato-Beitritt der Ukraine zu verhindern, während ein Beitritt zur Europäischen Union weniger kontrovers gesehen wird.
Präsident Wladimir Putin hatte bereits mehrfach in der Vergangenheit, etwa auf dem internationalen Wirtschaftsforum 2022 nach der Invasion, erklärt, Russland habe grundsätzlich nichts gegen einen EU-Beitritt der Ukraine. Vielmehr habe Moskau stets die militärischen Aspekte der Westintegration der Ukraine als problematisch erachtet.
Zu den jüngsten Gesprächen in Berlin gehörten Delegationen aus der Ukraine und den USA, die eine überarbeitete Version des Friedensplans für die im Jahr 2022 von Russland angegriffene Ukraine erörterten. Auf US-Seite nahmen unter anderem der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn des US-Präsidenten, Jared Kushner, teil. Russland war bei den Verhandlungen nicht vertreten.

