USA rüsten mit neuen Bunkerbrechern nach – Drohkulisse gegen Iran wächst
Das US-Verteidigungsministerium plant eine Aufstockung seines Arsenals an bunkerbrechenden Bomben vom Typ GBU-57, die im Juni einen erstmaligen Einsatz in Iran erlebten. Dadurch soll die Einsatzbereitschaft der amerikanischen Streitkräfte wiedererlangt werden, wie es aus Pentagon-Kreisen hieß. Die hochpräzisen und schwergewichtigen Bomben hatten zentrale unterirdische Nuklearanlagen im Iran, vor allem die tiefgelegene Anlage Fordo, zum Ziel.
Die Bomben, deren Gesamtgewicht 13,6 Tonnen beträgt, sind mit GPS-Technologie ausgestattet und können ausschließlich von B-2 Tarnkappenbombern der US-Luftwaffe abgeworfen werden. Unklar bleibt jedoch, wie viele dieser mächtigen "Massive Ordnance Penetrators" (MOP) bei Boeing in Auftrag gegeben wurden und welchen finanziellen Umfang der Deal hat. Die Details des Auftrags sind bisher nur dürftig bekannt, wobei die Kosten auf über 100 Millionen US-Dollar geschätzt werden.
Hergestellt aus einer speziellen Stahllegierung, sollen die GBU-57 Bomben selbst unter extremen Bedingungen in große Tiefen eindringen können, bevor ihre Sprengladung gezündet wird. Die US-Luftwaffe hatte in der Vergangenheit lediglich über eine begrenzte Anzahl dieser Waffen verfügt.
Vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen mit dem Iran, unterstrich Präsident Donald Trump die Möglichkeit einer harten militärischen Reaktion, sollte keine diplomatische Lösung im Nuklearstreit gefunden werden. Er warnte eindringlich vor „traumatischen Konsequenzen“ für den Iran, sollte es nicht zu einer Einigung kommen.

