USA fordert Hamas zur Rückgabe verstorbener Geiseln auf: Friedensprozess steht auf der Kippe
Im Bestreben, die fragile Waffenruhe im Gazastreifen zu sichern, drängen die USA energisch darauf, dass die Hamas die verbleibenden 13 verstorbenen Geiseln, darunter zwei US-Bürger, freigibt. US-Präsident Donald Trump forderte via Truth Social, dass die Hamas umgehend die Übergabe der Leichen beginnen müsse, um Maßregelungen der am Friedensprozess beteiligten Länder zu vermeiden. Zugleich gingen Zehntausende in Israel auf die Straße, um die Rückgabe zu fordern. Die Hamas hatte sich ursprünglich verpflichtet, die sterblichen Überreste von 28 Geiseln herauszugeben, jedoch bisher nur 15 übermittelt. Ein ägyptisches Team ist mit Unterstützung von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in den Gazastreifen gereist, um bei der Suche nach den restlichen Opfern zu helfen. Trump deutete an, dass die Verzögerung möglicherweise mit der geplanten Entwaffnung der Hamas unter seinem Friedensplan zusammenhängt.
Hamas plant trotz Friedensplan politische Teilhabe
Der Plan sieht die Entwaffnung und den Ausschluss der Hamas von Regierungsbeteiligung vor. Dem "Wall Street Journal" zufolge beabsichtigt die Hamas jedoch, auch in Zukunft politisch im Gazastreifen aktiv zu bleiben. Arabische Vermittler berichten von einer klaren Aussage der Hamas, dass sie im Gazastreifen weiter eine wichtige Rolle spielen wolle.
Indes erfasst das US-Militär mittels Drohnenaktivitäten im Gazastreifen, um die Waffenruhe zu überwachen. Dies geschieht in Koordination mit israelischen Partnern und unterstützt ein gemeinsames Kontrollzentrum im Süden Israels.
Trump hat zudem die Entsendung einer internationalen Friedenstruppe in Aussicht gestellt, ohne jedoch einen genauen Zeitrahmen zu nennen. Er betonte, dass Israel bei der Zusammensetzung der Truppe ein Mitspracherecht haben werde. Berichten zufolge will Israel keine türkischen Soldaten in der Friedenstruppe sehen.

