USA erwägen neue Sanktionen gegen Russland: Trump signalisiert Bereitschaft zu handeln
US-Präsident Donald Trump hat erneut seine Bereitschaft signalisiert, Russland mit weiteren Sanktionen zu belegen. Auf die Frage eines Journalisten, ob er die nächste Sanktionsphase gegen Moskau einläuten werde, antwortete Trump vielsagend mit einem knappen 'Ja'. Nähere Details oder konkrete Pläne blieb er schuldig. Ob und wann tatsächlich neue Strafmaßnahmen gegen Russland in Kraft treten könnten, bleibt somit ungewiss. Bereits zuvor hatte Trump in Andeutungen von weiteren möglichen Sanktionsstufen gesprochen.
Diese Äußerungen kommen inmitten der eingeführten Zölle gegen Indien, das durch seine Ölgeschäfte mit Russland ins Fadenkreuz der US-Handelspolitik geriet. Diese Zölle belaufen sich auf 25 Prozent und stellen eine Maßnahme im Rahmen der US-amerikanischen Bemühungen dar, den Druck auf den Kreml zu erhöhen, um eine Lösung im Ukraine-Konflikt zu erzwingen.
Europa spielt in diesem Kontext eine Schlüsselrolle. Für Montag ist ein Treffen zwischen europäischen Vertretern und dem US-Finanzminister Scott Bessent in Washington geplant. Ziel ist es, mögliche neue Sanktionen und wirtschaftliche Druckmittel gegen Russland zu erörtern. Bessent betonte die Notwendigkeit einer geschlossenen transatlantischen Front: Nur ein gemeinsames Vorgehen der USA und der EU könne Russland zwingen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Allerdings äußerte sich Trump kritisch gegenüber europäischen Staaten, da diese weiterhin Ölgeschäfte mit Russland betreiben. Trotz klarer Rückgänge ist der Handel nicht vollständig zum Erliegen gekommen. Der Republikaner forderte daher auch in einem Telefonat mehr Druck seitens der Europäer auf China auszuüben, um den finanziellen Spielraum Russlands weiter einzuengen.

