USA-Börsen erholen sich: Old Economy überzeugt, Tech-Giganten in der Schuldenfalle
Nach einer turbulenten Woche konnten die US-amerikanischen Börsen am Freitag eine deutliche Erholung verzeichnen. Der Dow Jones Industrial Index, der am Vortag noch Verluste hinnehmen musste, legte um 1,5 Prozent zu und schloss bei 46.428 Punkten. Besonders begehrt waren Aktien der traditionellen Industriezweige, darunter Coca-Cola, McDonald's, Home Depot und Merck & Co, trotz eines Wochentrends, der ein Minus von 1,5 Prozent aufweist.
Auch der technologielastige Nasdaq 100 setzte seine Erholung fort und gewann 1,1 Prozent auf 24.310 Punkte. Der Index hatte am Vortag deutlicher nachgegeben als seine Pendants, der Dow und der S&P 500, welcher am Freitag um 1,3 Prozent auf 6.621 Punkte zulegen konnte.
Die Volatilität wurde von Sorgen um die hohen Bewertungen im Bereich Künstliche Intelligenz befeuert, erläuterte Investmentanalyst Hennig Oligmüller von der Landesbank Baden-Württemberg. Während Nvidia mit überzeugenden Geschäftszahlen nur kurzzeitig beeindrucken konnte, sorgt das immense KI-Wettrüsten dafür, dass Branchengrößen wie Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft zunehmend finanzielle Risiken eingehen. Nvidia selbst verharrte nach anfänglichen Verlusten stabil.
Ein Meilenstein wurde indes von Eli Lilly erreicht: Das Unternehmen ist das erste Pharma-Unternehmen, dessen Marktkapitalisierung die Schwelle von einer Billion US-Dollar überschreitet. Dies verdankt es den erfolgreichen Medikamenten Mounjaro und Zepbound. Die Aktie stieg jüngst um 2 Prozent auf fast 1.064 Dollar, nachdem letzte Woche bereits die 1.000-Dollar-Marke überschritten wurde.
Im Modebereich erholten sich die Aktien von Gap stark. Der Kurs der Modekette stieg um 8,6 Prozent an, nachdem das Unternehmen über unerwartet starke Umsätze berichtete und die Jahresziele für Umsatz und operative Marge optimistisch nach oben korrigierte.

