US-Wirtschaft verzeichnet überraschend starkes Wachstum im dritten Quartal
Die US-amerikanische Wirtschaft hat im Sommer des laufenden Jahres ein bemerkenswertes Wachstum verzeichnet, das stärker ausfiel als ursprünglich prognostiziert. Im dritten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um annualisierte 4,4 Prozent, wie das Handelsministerium jüngst in einer zweiten Erhebung bekanntgab. Zuvor war in einer ersten Schätzung lediglich ein Zuwachs von 4,3 Prozent ermittelt worden. Diese Dynamik markiert den stärksten Anstieg seit zwei Jahren. Ökonomen hatten im Vorfeld eine Bestätigung der vorangegangenen Schätzung erwartet. Im zweiten Quartal konnte die Wirtschaft bereits ein Wachstum von 3,8 Prozent verzeichnen.
Besonders der Anstieg der Konsumausgaben trug maßgeblich zur positiven Entwicklung bei und stieg um annualisierte 3,5 Prozent. Auch wachsende Exporte und erhöhte Staatsausgaben stärkten die Konjunktur weiter, wobei die Entspannung der Zollstreitigkeiten unterstützend wirkte. Im Gegensatz dazu schwächte sich das Wachstum der Unternehmensinvestitionen im Vergleich zum vorherigen Quartal leicht ab.
In den USA werden BIP-Daten auf annualisierter Basis veröffentlicht, während Europa auf dieses Verfahren verzichtet, weswegen ein direkter Vergleich zwischen den Zahlen beider Wirtschaftsräume nicht ohne Anpassungen möglich ist. Aufgrund der temporären Schließung der Bundesbehörden (bekannt als „Shutdown“) fanden die Veröffentlichungen der Wirtschaftsdaten mit Verzögerung statt.

