US-Vizepräsident Vance kritisiert europäische Eigenblockade in transatlantischen Beziehungen
US-Vizepräsident JD Vance hat in einem Interview eine klare Botschaft an Europa gesendet und die Eigenverantwortung der europäischen Staaten in den aktuellen Spannungen hervorgehoben. In seinen Ausführungen unterstrich Vance, dass die Vereinigten Staaten großen Wert auf ihre transatlantischen Beziehungen legen, jedoch mit Sorge beobachten, wie Europa sich, laut seiner Einschätzung, zuweilen selbst im Weg steht.
Vance machte deutlich, dass es weniger um einen Mangel an Respekt oder Sympathie seitens der USA gehe, sondern vielmehr um die ausbleibende Eigeninitiative der europäischen Länder in wesentlichen Bereichen. Speziell in Verteidigungsfragen und beim Grenzmanagement sei nach den Anstößen durch die vorherige Trump-Administration eine Veränderung zu bemerken gewesen. Diese Anstrengungen begrüßte Vance, äußerte jedoch den Wunsch nach noch mehr Engagement von den europäischen Partnern.
Der US-Vizepräsident bekräftigte zudem den Wunsch der US-Regierung nach einem starken und unabhängigen Europa und appellierte an die europäischen Staaten, sich proaktiver für ihre eigenen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen einzusetzen. Ein erfolgreiches Europa liege im beiderseitigen Interesse, so Vance, doch dazu sei es notwendig, dass Europa selbst größere Schritte in Richtung Eigenständigkeit und Verantwortung unternimmt.

