US-Verbraucherstimmung zeigt nur leichte Wolken am Konjunkturhimmel
Die jüngsten Erhebungen zum Konsumklima in den USA stimmen Ökonomen nur teilweise zufrieden. Der von der Universität Michigan veröffentlichte Index fiel im Oktober minimal um 0,1 Punkte auf 55,0 Punkte, und damit etwas weniger als von Experten prognostiziert. Diese hatten einen deutlicheren Rückgang auf 54,0 Zähler erwartet.
Interessanterweise zeigt sich die aktuelle Lage in einem günstigeren Licht als von Analysten befürchtet, auch wenn die Zukunftserwartungen der Verbraucher merklich gesunken sind. Joanne Hsu, die die Umfrage leitet, betont, dass Verbraucher kaum eine Veränderung der wirtschaftlichen Bedingungen gegenüber dem Vormonat spüren. Doch sie sieht altbekannte Sorgen, etwa steigende Preise und schwächelnde Beschäftigungsperspektiven, weiterhin als zentrale Themen in der öffentlichen Wahrnehmung.
Die Inflationserwartungen der Verbraucher für die nahe Zukunft gingen um 0,1 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent zurück, während hier im Vorfeld eine stagnierende Rate von 4,7 Prozent geschätzt wurde. Langfristig bleiben die Inflationsprognosen hingegen stabil bei 3,7 Prozent.
Der von der Universität Michigan ermittelte Indikator bietet einen Einblick in das Konsumverhalten amerikanischer Haushalte und basiert auf telefonischen Umfragen, die rund 500 Haushalte umfassen. Untersucht werden dabei die finanzielle Lage sowie die wirtschaftlichen Erwartungen der Verbraucher.

