US und EU nähern sich an: Autozölle sollen rückwirkend sinken
Die Vereinigten Staaten planen rückwirkend zum 1. August eine Senkung der Zölle auf Autoimporte aus Deutschland und anderen EU-Staaten auf 15 Prozent. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic verkündete dies in Brüssel und betonte die positiven Auswirkungen auf die europäische Autoindustrie. Bislang lagen die Importzölle bei 27,5 Prozent, was die Wettbewerbsbedingungen für europäische Hersteller erschwerte.
Im August zeigt sich das Verbrauchervertrauen in der Eurozone unerwartet schwach, mit einem Rückgang des Konsumklimaindex um 0,8 Punkte auf minus 15,5 Punkte. Analysten hatten eine Stabilität bei minus 14,7 Punkten prognostiziert. Im Gegensatz dazu verzeichnet die Unternehmensstimmung im Euro-Raum eine leichte Verbesserung. Der Einkaufsmanagerindex, erhoben von S&P Global, kletterte um 0,2 Punkte auf 51,1 Punkte, den höchsten Stand seit 15 Monaten.
Gleichzeitig sieht die Bundesbank die deutsche Wirtschaft weiterhin im Stillstand. Im dritten Quartal wird eine stagnierende wirtschaftliche Entwicklung erwartet. In Großbritannien hingegen stieg der Unternehmensstimmungsindex im August auf den höchsten Wert seit einem Jahr.
In den USA hält Donald Trump Anleihen im dreistelligen Millionenbereich, darunter von Meta, Qualcomm, Home Depot und T-Mobile US. Diese Investitionen werfen unterschiedliche wirtschaftliche Schatten voraus.
Der deutsche Maschinenbau kämpft mit Rückschlägen aufgrund globaler Zollkonflikte. Exportzahlen sanken um 3,4 Prozent, preisbereinigt gar um 4,9 Prozent laut VDMA. Zudem ist die Arbeitsmarktsituation in den USA angespannt: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen stärker an als von Experten erwartet.
Zum Abschluss seines Besuchs in Indonesien und Japan betont der CDU-Politiker Johann Wadephul die Bedeutung dieser Märkte für die deutsche Wirtschaft, insbesondere nach dem Besuch einer Produktionsanlage von Daimler Truck in Jakarta.

