US-Technologieindizes setzen Höhenflug fort – Wachstumstreiber Hoffnung auf Zinssenkungen
Die optimistische Erwartung auf eine Senkung der Leitzinsen in den USA hält die Technologiebörsen weiter in nahezu euphorischer Stimmung. Das Szenario sinkender Zinsen könnte die Finanzierungskosten für Unternehmen nachhaltig reduzieren und den künftigen, potenziell hohen Erträgen der Tech-Unternehmen zusätzlich Rückenwind geben.
Am US-amerikanischen Nasdaq 100 kletterte der Index um 0,46 Prozent auf 24.568 Punkte, während der weitere Nasdaq Composite sich um 0,48 Prozent auf 22.578 Punkte verbesserte. Auch die Standardwerte konnten profitieren, was den S&P 500 um 0,31 Prozent auf 6.652 Punkte steigen ließ. Der Dow Jones Industrial entfaltete sich mit einem Plus von 0,32 Prozent auf 46.288 Punkte. Beide Indizes hatten bereits am Vortag neue Höchststände erreicht. Der Russel 2000 unternahm seinerseits einen erneuten Höhenflug.
DZ-Bank-Analystin Birgit Henseler prognostiziert für die kommenden Monate weitere geldpolitische Lockerungen. Diese Maßnahmen seien notwendig, um konjunkturelle Risiken abzufedern, auch wenn eine anziehende Inflation die Notenbank zu einem behutsameren Vorgehen zwingt. Experten der UBS Bank sehen ebenfalls weiteres Wachstumspotenzial am Aktienmarkt und raten Investoren zu gestaffelten Investments, um auf Chancen während möglicher Kursdellen reagieren zu können. Der robuste konjunkturelle Rahmen und innovative Trends wie die Künstliche Intelligenz verleihen dem Aktienumfeld nach wie vor positive Aussichten.
Bei den Einzelwerten überraschte Fedex mit fast drei Prozent Gewinn und einem besser als erwarteten Start ins Geschäftsjahr. Dagegen fiel der Kurs von Lennar um 3,6 Prozent, da die vorgelegten Prognosen die Analystenerwartungen nicht erfüllten. Besondere Erwähnung finden zwei Tech-Giganten: Tesla konnte von einer hohen Analystenbewertung durch das Analysehaus Baird profitieren und stieg um 1,7 Prozent. Das neue Kursziel von 548 Dollar birgt laut Analyst Ben Kallo weiteres Potenzial. Intel hingegen wurde von der Citigroup auf „Verkauf“ herabgestuft, nach einem Kursverlust nahe drei Prozent. Analyst Christopher Danely äußerte sich skeptisch über die Halbleiterzukunft von Intel und die aktuelle Bewertung auf dem Markt.

