U.S. Steel: Prognose enttäuscht – Aktie unter Druck
Die Anteilsscheine der U.S. Steel gaben am Freitag nach, da der Stahlhersteller eine schwächere Prognose für das laufende Quartal bekannt gab. Grund dafür sind fallende Preise und die mit dem Ausbau einer Fabrik in Arkansas verbundenen Kosten.
Das Unternehmen rechnet mit einem bereinigten Verlust je Aktie im vierten Quartal von 0,25 bis 0,29 US-Dollar und einem bereinigten EBITDA von 150 Millionen US-Dollar. Analysten von Visible Alpha hatten hingegen mit einem Gewinn von 0,16 US-Dollar pro Aktie und einem EBITDA von 251 Millionen US-Dollar gerechnet.
CEO David Burritt erläuterte: „Die Stahlpreise bleiben gedrückt und die Kosten im Zusammenhang mit der Hochlaufphase von BR2 belasten das Quartal.“ Bei BR2 handelt es sich um eine hochmoderne Stahlproduktionseinrichtung in der Nähe von Osceola, Arkansas, die als technologisch führend in Nordamerika gilt.
Burritt fügte hinzu, dass das nordamerikanische Segment für Flachstahlprodukte trotz eines vielfältigen Produktportfolios starke EBITDA-Zahlen liefert, schwache Nachfrage und Preise jedoch die Ergebnisse in Europa negativ beeinflussen. Diese Nachrichten kommen wenige Tage vor der geplanten Entscheidung der US-Behörden über die Genehmigung des 14 Milliarden US-Dollar schweren Kaufes von U.S. Steel durch Nippon Steel aus Japan.
Sowohl Präsident Biden als auch der designierte Präsident Trump haben sich gegen die Fusion ausgesprochen. Laut Financial Times ist Nippon-Manager Takahiro Mori quer durch die USA unterwegs, um Treffen mit Regierungsvertretern in Washington und mit Stahlwerkern abzuhalten, um das Geschäft zu retten.
Die Aktien von U.S. Steel fielen am Freitagmorgen um 4 % und haben im laufenden Jahr rund 38 % ihres Wertes eingebüßt.

