US-Staatsanleihen unter Druck – Erfreuliche Arbeitsmarktdaten in den USA
Die US-Staatsanleihen sahen sich am Freitag mit rückläufigen Kursen konfrontiert, nachdem der jüngste Arbeitsmarktbericht der USA mit positiven Überraschungen aufwartete. Der Terminkontrakt für die zehnjährigen Anleihen, bekannt als T-Note-Future, verzeichnete einen Rückgang um 0,56 Prozent und schloss bei 111,25 Punkten.
Im Gegenzug kletterte die Rendite dieser Anleihen auf 4,31 Prozent, was für Anleger einen bemerkenswerten Anstieg darstellt. Der unerwartet starke Arbeitsmarktbericht wirkte als Belastungsfaktor auf die Kurse der Anleihen, während die US-Zollpolitik unter Präsident Trump im April keinen nennenswerten negativen Einfluss auf den amerikanischen Arbeitsmarkt hinterließ.
Insbesondere außerhalb der Landwirtschaft wurde eine höhere Zahl an Arbeitsplätzen geschaffen als von Experten prognostiziert. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, hebt hervor, dass die Zölle möglicherweise sogar einen positiven Nebeneffekt auf den Arbeitsmarkt hatten, insbesondere im Transport- und Lagersektor.
Diese Entwicklung ist aus seiner Sicht jedoch eher eine Momentaufnahme, da viele Unternehmen sowie Haushalte ihre Bestände vorsorglich aufgestockt haben. Die Arbeitsmarktentwicklung beeinflusst die Geldpolitik der US-Notenbank Fed maßgeblich.
Bisher hat die Fed an ihren Leitzinsen keine Änderungen vorgenommen und auch bei der bevorstehenden Sitzung wird keine Anpassung erwartet. Christoph Balz, Volkswirt bei der Commerzbank, sieht in der Arbeitsmarktstabilität ein positives Signal, warnt jedoch davor, dass die aktuelle Zollpolitik zu erhöhter Inflation führen könnte.
Dennoch zeigt sich die Fed zufrieden mit dem bisherigen Verlauf, trotz wachsender Risiken für das Ziel der Vollbeschäftigung. Auf dem Aktienmarkt setzte sich unterdessen eine Erholungsrally fort, begünstigt durch die positive Marktstimmung.
Der weltweit angespannte Zollkonflikt, angefacht durch die USA, zeigt erste Zeichen der Entspannung dank einer offenbaren Gesprächsbereitschaft Chinas.

