US-Staatsanleihen steigen: Uneinheitliche Konjunkturdaten setzen Akzente
Der amerikanische Anleihenmarkt zeigt sich weiterhin robust. Zehnjährige US-Staatsanleihen legten jüngst um 0,14 Prozent zu, was die T-Note-Futures auf 112,77 Punkte anwachsen ließ. Im Einklang mit diesem Anstieg sank die Rendite der entsprechenden Anleihen auf 4,19 Prozent. Dieser Aufwärtstrend bei Staatsanleihen wird von gemischten Wirtschaftsdaten aus den USA begleitet.
Der Arbeitsmarktdienstleister ADP berichtete für August von einem rückläufigen Beschäftigungswachstum in der Privatwirtschaft. Gleichzeitig stiegen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als prognostiziert. Doch nicht alle Signale sind trüb: Der Dienstleistungssektor konnte im vergangenen Monat einen unerwartet positiven Stimmungszuwachs verzeichnen.
Volkswirt Ralf Umlauf von der Helaba weist darauf hin, dass trotz besserer Daten aus dem Dienstleistungssektor die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe hinter den Erwartungen zurückbleibt. Er deutet darauf hin, dass die gegenwärtigen Wirtschaftsindikatoren auf ein moderates Wachstumstempo schließen lassen, welches die Pläne der Federal Reserve für eine mögliche Zinssenkung unberührt lassen dürfte.
Viele Fachleute gehen davon aus, dass die US-Notenbank im September den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte senken könnte. Besondere Aufmerksamkeit wird dem am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht geschenkt. Sollten die Zahlen auch diesmal ernüchternd ausfallen, könnten die Erwartungen einer Zinssenkung durch die Fed weiter angeheizt werden.

