US-Staatsanleihen profitieren von Zinssenkung der Fed
Die Anleihenmärkte in den USA erlebten am Donnerstag einen deutlichen Aufwind, nachdem die US-Notenbank Fed eine erwartete Zinssenkung verkündet hatte. Der T-Note-Future für zehnjährige Staatsanleihen stieg um 0,31 Prozent und erreichte 112,56 Punkte. Gleichzeitig fiel die Rendite dieser Anleihen auf 4,12 Prozent.
In einem Schritt, der von vielen Marktteilnehmern prognostiziert wurde, reduzierte die Fed den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte. Notenbankchef Jerome Powell verwies auf die zunehmenden Risiken für den Arbeitsmarkt in den letzten Monaten und signalisierte eine mögliche Unterbrechung weiterer Zinssenkungen. Powell betonte, dass die aktuellen Zinsen weiterhin ausreichend seien, um die Inflation zu kontrollieren, zugleich aber genug Unterstützung für den Arbeitsmarkt bieten.
Für das Jahr 2026 deuteten die Projektionen der Notenbank auf eine kleine Zinssenkung von 0,25 Punkten hin. Dennoch bestehen an den Finanzmärkten Spekulationen über zwei weitere Senkungen. Die Amtszeit von Powell endet im Mai, und es wird erwartet, dass Kevin Hassett, ein Vertrauter von US-Präsident Donald Trump, die Nachfolge antritt. Hassett ist bekannt für seine Neigung zu einer expansiveren Geldpolitik.
Der Anleihenmarkt erhielt zudem Unterstützung durch enttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA. Die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg in der vergangenen Woche unerwartet stark, das größte Plus seit dem Beginn der Corona-Pandemie im März 2020. Dennoch befand sich der Wert zuvor auf dem niedrigsten Stand seit über drei Jahren.

