US-Staatsanleihen profitieren von schwachen Arbeitsmarktdaten
Die Anleihenmärkte in den USA erlebten am Mittwoch einen Aufwind, als die Kurse von US-Staatsanleihen bemerkenswert anstiegen. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen, der als T-Note-Future bekannt ist, erhöhte sich um 0,35 Prozent und erreichte 112,53 Punkte. Im Gegenzug sank die Rendite der zehnjährigen Papiere auf 4,217 Prozent. Besonders auffällig war der Rückgang der Renditen bei den dreißigjährigen Anleihen, die zuletzt besonders stark gestiegen waren.
Hintergrund dieser Entwicklung sind die kürzlich veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen, die eine Abnahme der offenen Stellen im Juli auf den niedrigsten Stand seit September 2024 zeigten. Diese schwachen Daten befeuern die Erwartungen für den monatlichen US-Arbeitsmarktbericht für August, der am Freitag bekannt gegeben wird.
Der Bericht für Juli hatte die Prognosen enttäuscht und führte zu erheblichen Korrekturen früherer Daten. In der Folge entließ US-Präsident Donald Trump die Leiterin der zuständigen Statistikbehörde.
Die aktuellen Zahlen verstärken die Hoffnungen auf eine bevorstehende Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed, die in zwei Wochen ihre Zinsentscheidung trifft. Trump fordert seit geraumer Zeit deutliche Zinssenkungen und erhöht den Druck auf die Fed. Analysten und Investoren rechnen mit einer Reduzierung der Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte, was den anhaltenden Kursgewinnen der Anleihen weiteren Schwung verleihen könnte.

