US-Staatsanleihen im leichten Rückgang: Gedämpfte Erwartungen und geopolitische Spannungen
Die amerikanischen Staatsanleihen mussten zu Wochenbeginn einen leichten Rückgang verzeichnen. Der Terminkontrakt für zehnjährige US-Treasuries, auch bekannt als T-Note-Future, fiel um 0,20 Prozent auf 110,50 Punkte, während die Rendite für diese Anleihen auf 4,46 Prozent stieg. Der Handel bewegte sich insgesamt innerhalb einer schmalen Spanne, da unerwartet schwache Konjunkturdaten aus den USA nur vorübergehend stützend wirkten.
Besondere Aufmerksamkeit erregte die Verschlechterung des US-amerikanischen Einkaufsmanagerindex ISM für Mai, der auf seinen niedrigsten Stand seit dem vergangenen November fiel. Ökonomen hatten hier eigentlich eine leichte Besserung erwartet. "Die Perspektiven des Industriesektors bleiben düster, was tendenziell die Erwartung einer Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed stärkt", erläuterte Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba. Er warnt jedoch, angesichts des immer noch hohen Preisindexes der bezahlten Preise, vor allzu optimistischen Erwartungen hinsichtlich baldiger Leitzinssenkungen. Die Fed habe klar signalisiert, dass sie in Anbetracht potentieller Inflationsrisiken keine Eile mit einer Lockerung der Geldpolitik habe.
Parallel dazu sorgen fortdauernde Spannungen im Zollkonflikt zwischen den USA und China für Unsicherheit. Die erneute Eskalation, ausgelöst durch gegenseitige Vorwürfe bezüglich nicht eingehaltener Handelsvereinbarungen, lässt keine baldige Entspannung der Beziehungen erwarten. So hatte US-Präsident Donald Trump der chinesischen Regierung mangelnde Vertragstreue vorgeworfen, woraufhin Peking seinerseits mit scharfer Kritik reagierte.

