US-Staatsanleihen auf dem Prüfstand: Anleger fordern höhere Renditen
Zunehmende Unsicherheiten im Marktumfeld lassen den Glanz der US-Staatsanleihen als verlässlicher Zufluchtsort verblassen. Eine instabile US-Politik, gepaart mit der rasant steigenden Verschuldung, erschüttert das Vertrauen: Der Anleihenmarkt zeigt sich beunruhigt. Laut Marcus Mielert von Oddo BHF bewegen sich die Renditen auf beiden Seiten des Atlantiks deutlich. Auch die Revision der Kreditwürdigkeit durch Moody's hat die Situation verschärft, während das US-Repräsentantenhaus ein umfangreiches Steuersenkungspaket auf den Weg bringt, das das Defizit weiter anwachsen lassen könnte.
Inzwischen sind rumänische Staatsanleihen besonders nachgefragt, was mit dem Erfolg eines pro-europäischen Präsidentschaftskandidaten zusammenhängt. Unternehmensanleihen aus dem DAX, wie von BMW und MTU Aero Engines, sind ebenfalls im Portfolio vieler Investoren. Neue Anleihenemissionen von Bosch und Südzucker runden das Angebot ab, während Homann Holzwerkstoffe mit einem beachtlichen Kupon von 7,5 Prozent neue Anleger anzieht.
Bei Sportvereinen hat sich eine spannende Dynamik entwickelt: Die Werder Bremen-Anleihe erfreute sich großer Beliebtheit, was zu einer Erhöhung des Volumens führte, während Hertha BSC mit Herausforderungen konfrontiert ist. Das niedrige Handelsniveau der Hertha-Anleihe deutet auf Schwierigkeiten hin, die vereinbarte Konditionen anzupassen, nachdem der Versuch einer Refinanzierung noch keinen Erfolg verzeichnete.

