US-Soldaten bei Drohnenangriff proiranischer Milizen getötet
Bei einem Drohnenangriff proiranischer Milizen sind drei US-Soldaten in Jordanien nahe der syrischen Grenze ums Leben gekommen, wie das Weiße Haus mitteilte. Gut zwei Dutzend weitere Soldaten wurden verletzt. US-Präsident Joe Biden erklärte, der Anschlag sei von radikalen, vom Iran unterstützten militanten Gruppen verübt worden, die sowohl in Syrien als auch im Irak operieren. Die genauen Fakten zu dem Angriff werden derzeit noch zusammengetragen. Biden betonte jedoch, dass die USA alle Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen werden.
Medienberichten zufolge handelt es sich um den ersten feindlichen Angriff auf US-Soldaten im Nahen Osten seit Beginn des Gaza-Krieges. Aufgrund des Konflikts zwischen der islamistischen Hamas und Israel ist die Sicherheitslage in der gesamten Region angespannt. Die USA haben bereits mehrfach betont, dass sie befürchten, dass sich der Konflikt zu einem regionalen Krieg ausweiten könnte.
Zu Beginn gab es widersprüchliche Angaben über den Ort des Angriffs. CNN berichtete, proiranische Kämpfer hätten eine Drohne auf den US-Stützpunkt "Tower 22" in Jordanien nahe der syrischen Grenze abgefeuert. Es ist jedoch unklar, warum die Luftabwehr die Drohne nicht abfangen konnte. Das US-Militärkommando Centcom bestätigte später, dass der Angriff auf einem US-Stützpunkt im Nordosten Jordaniens stattgefunden habe.
Die proiranischen Milizen haben in den letzten Wochen mehr als 160 Angriffe auf US-Militärstützpunkte im Irak und in Syrien verübt, bei denen zahlreiche US-Soldaten verletzt wurden. Das Pentagon betonte jedoch, dass die Infrastruktur in der Regel nicht zerstört wurde. Die USA haben als Reaktion auf die Angriffe mehrere Luftschläge durchgeführt.
In Jordanien sind derzeit rund 3000 US-Soldaten stationiert, die das Land im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützen. US-Präsident Biden versicherte, dass die USA nicht im Kampf gegen den Terrorismus nachlassen werden. Bei einem Wahlkampfauftritt in South Carolina betonte er erneut, dass die USA auf den Angriff reagieren werden. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin äußerte sich entrüstet und tief betrübt über den Vorfall. (eulerpool-AFX)

