US-Senatoren unterstützen Selenskyj: Druck auf Russland soll erhöht werden
In Kiew traf der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf die US-Senatoren Lindsey Graham und Richard Blumenthal. Der Drang nach verschärften Sanktionen gegen Russland, um den Frieden voranzutreiben, war zentrales Thema des Gesprächs. Dankbar äußerte sich Selenskyj über eine neue US-Sanktionsinitiative, die von beeindruckenden 82 Senatoren unterstützt wird. Der Präsident sieht darin die Notwendigkeit, Russland zu mehr Engagement für Frieden zu zwingen, um dessen vermeintliches Ausnutzen diplomatischer Bestrebungen zur Vorbereitung militärischer Offensiven Einhalt zu gebieten.
Selenskyj betonte, dass weitere Druckmittel erforderlich seien, da Russland bislang keinen der angebotenen Vorschläge für eine Waffenruhe akzeptiere und stattdessen weiterhin aggressive Maßnahmen gegen ukrainische Ziele ergreife. Er hob die Unterstützung von Graham und Blumenthal als repräsentativ für das breitgefächerte Engagement der USA hervor, das seiner Meinung nach Garantien für einen stabilen Frieden bieten könne.
Zudem standen wirtschaftliche Themen auf der Agenda. Beide Senatoren führten Diskussionen mit dem ukrainischen Premierminister Denys Schmyhal, um potenzielle Handelsbeziehungen im Rüstungsbereich zu vertiefen. Graham prognostizierte, dass die Ukraine künftig in der Lage sein könnte, direkt US-amerikanische Waffen zu erwerben, wobei auch die Möglichkeit besteht, dass andere Nationen durch den Kauf der Rüstungsgüter diese an die Ukraine weiterleiten könnten. Ein kürzlich vorbereitetes Sanktionspaket gegen Russland erfährt breite parteiübergreifende Unterstützung im US-Senat; ob es im Repräsentantenhaus ebenfalls Zustimmung findet, bleibt derzeit offen.

