US-Regierung intensiviert Überprüfung von Millionen Visa-Anträgen
Die Vereinigten Staaten initiieren eine umfassende Überprüfung von Millionen erteilter Visa, die alle verfügbaren Informationen berücksichtigt, die nach der ursprünglichen Vergabe zutage treten. Laut der "Washington Post" greift das Außenministerium dabei auch auf Aktivitäten in sozialen Medien zurück. Diese Maßnahmen könnten potenziell rund 55 Millionen Menschen betreffen.
Im Zuge einer "kontinuierlichen Überprüfung" wird beabsichtigt, Visa im Falle von Auffälligkeiten, wie etwa Aufenthaltsüberschreitungen oder kriminellen Handlungen, einzuziehen. Dies stellt eine signifikante Erweiterung der bisherigen Richtlinien dar, wobei mehr Daten denn je gesammelt werden. Die genaue Umsetzung der komplexen und zeitintensiven Überprüfungen bleibt jedoch unklar.
Fachleute warnen vor möglichen diskriminierenden Praktiken. Wie die "Washington Post" anführt, wurden Visa in der Vergangenheit nach Kontakten mit Strafverfolgungsbehörden bereits neu bewertet. Doch die jüngsten Ankündigungen deuten laut Experten darauf hin, dass Visa aufgrund von Äußerungen und nicht nur nach Verhalten widerrufen werden könnten. Die Überprüfungen könnten demnach gezielt Einwanderer mit bestimmten Hintergründen ins Visier nehmen und als Vorwand für ihre Ausweisung dienen.
Verschärfte Einwanderungsmaßnahmen sind Teil der Politik von US-Präsident Donald Trump, der strikt gegen illegale Einwanderer vorgeht. Jetzt stehen verstärkt auch Inhaber von gültigen Visa, inklusive Touristen und Studierende, im Fokus. Die US-Behörde USCIS kündigte ebenfalls verstärkte Prüfungen auf mögliche "antiamerikanische" Online-Äußerungen an.

