US-Präsident Trump verschärft Zollpolitik: Brasilien im Fokus
Die jüngste Ankündigung von US-Präsident Donald Trump sorgt international für Aufsehen: Er plant, die Einfuhrzölle für Produkte aus diversen Ländern drastisch zu erhöhen. Im Zuge dieser Entscheidung wurde beispielsweise ein Zollsatz von 50 Prozent für brasilianische Waren festgelegt – ein bisher unerreichter Höchstwert. Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva reagierte prompt und selbstbewusst. Er stellte klar, dass Brasilien keine Einmischung von außen dulden werde und kündigte an, auf die einseitigen Zollanpassungen entsprechend dem brasilianischen Gesetz mit wirtschaftlicher Gegenseitigkeit zu reagieren.
Trump nutzte den kommunikativen Rahmen, um auf die innenpolitische Situation Brasiliens einzugehen. Er kritisierte den Umgang mit dem früheren Präsidenten Jair Bolsonaro und bemerkte, dass dieser während seiner Amtszeit hohes Ansehen genossen habe. Weiterhin bezeichnete er die aktuellen juristischen Verfahren gegen Bolsonaro, der nach seiner Niederlage 2022 einen Putschversuch unternommen haben soll, als "Hexenjagd" und forderte deren umgehende Einstellung.
Bereits zuvor hatte Trump eine Reihe weiterer Zollbriefe veröffentlicht. Die Europäische Union blieb zunächst von den Maßnahmen verschont. Dafür erhielten unter anderem Irak, Libyen, Algerien, Moldau, die Philippinen, Brunei und Sri Lanka entsprechende Mitteilungen. Der US-amerikanische Präsident rechtfertigte diese Schritte mit einem vermeintlichen Ungleichgewicht im internationalen Handel.
Aktuell, mit Startdatum 1. August, belaufen sich die angekündigten Zölle auf folgende Werte: Japan, Südkorea, Malaysia, Kasachstan, Moldau und Brunei jeweils 25 Prozent, während sie in Ländern wie Südafrika (30 Prozent), Laos (40 Prozent) und Kambodscha (36 Prozent) variieren. Die bisherige Entwicklung zeigt, dass die USA bereit sind, ihre Handelspolitik neu auszurichten und dabei wenig Rücksicht auf internationale Reaktionen zu nehmen.

