US-Präsident Trump droht mit Unterstützungssperre im Irak
US-Präsident Donald Trump hat den Irak gewarnt, dass die Vereinigten Staaten im Falle der erneuten Wahl von Nuri al-Maliki zum Ministerpräsidenten ihre Unterstützung entziehen könnten. Auf der Social-Media-Plattform Truth Social kritisierte Trump die "irrationale Politik" und Ideologie al-Malikis scharf und bezeichnete eine solche mögliche Entscheidung des Iraks als "äußerst schlecht". Trumps Kommentar folgt der Nominierung al-Malikis durch das regierende schiitische Bündnis, das sich rund zweieinhalb Monate nach der Parlamentswahl für ihn als Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten ausgesprochen hatte.
Die politische Landschaft im Irak bleibt weiterhin instabil, da es Berichten zufolge zu Verzögerungen bei der Wahl des irakischen Präsidenten kam. Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Kandidaten für das höchste Amt im Staat führten zu dieser Verschiebung, was die ohnehin fragile politische Lage im Zweistromland weiter belastet. Al-Malikis politische Vergangenheit wird kontrovers beurteilt – während seiner Amtszeit von 2006 bis 2014 wurde ihm von Kritikern und auch Vertretern der damaligen US-Regierung vorgeworfen, durch ineffiziente Regierungsführung den Aufstieg der Terrormiliz Islamischer Staat mitverantwortet zu haben.
Trump betonte weiter, dass der Irak ohne US-Hilfe "null Chancen auf Erfolg, Wohlstand oder Freiheit" habe. Die politische Unsicherheit im Land wird durch die Spannungen zwischen verschiedenen ethnischen und konfessionellen Gruppen sowie durch weit verbreitete Korruption und anhaltende Gewalt verstärkt. Sowohl die USA als auch der Iran rivalisieren um Einfluss in dem seit Jahrzehnten krisengebeutelten Staat. Mehr als 20 Jahre nach der US-Invasion und dem Sturz des langjährigen Diktators Saddam Hussein bleibt die Frage der politischen Zukunft des Iraks offener denn je.

