US-Pläne für heimische Chipproduktion beflügeln Aktienkurse
Berichte über eine potenzielle neue Strategie der Trump-Administration zur Förderung der heimischen Chipproduktion haben im Nachmittagshandel für Kursgewinne bei zahlreichen Aktien gesorgt. Die Pläne sehen vor, dass US-amerikanische Chiphersteller ein Verhältnis von 1:1 zwischen im Inland produzierten und importierten Halbleitern einhalten müssen. Andernfalls drohen ihnen erhebliche Zölle. Diese Strategie zielt darauf ab, globale Lieferketten neu zu gestalten und Investitionen in amerikanische Fertigungsstätten anzuregen.
Der Markt reagierte positiv auf diese Nachricht, was auf den Optimismus der Investoren hinweist, dass ein solches Vorhaben die heimische Produktion und den Umsatz von US-Halbleiterfirmen ankurbeln könnte. Es ist bekannt, dass die Börse auf Nachrichten überreagiert, wodurch starke Kursschwankungen oftmals Chancen bieten, qualitativ hochwertige Aktien günstig zu erwerben.
Unter den betroffenen Aktien tat sich besonders MACOM hervor, dessen Kursbewegungen im vergangenen Jahr 19 Mal die Fünf-Prozent-Marke übertrafen. Trotz der heutigen Nachricht, die vom Markt als bedeutend wahrgenommen wurde, scheint sie keinen fundamentalen Wandel in der Geschäftsbeurteilung von MACOM hervorzurufen.
Bemerkenswert ist, dass der größte Kursrückgang in den letzten zwölf Monaten vor sechs Monaten erfolgte, als Aktien angesichts neuer Bedenken bezüglich Handelstarifen (Nasdaq -1,5%, S&P 500 -1,5%) zurückgingen. Diese Rückgänge folgten auf Äußerungen von Präsident Trump, der die Reichweite seiner 25%-Zölle auf Venezuela präzisierte und ankündigte, dass diese auf Länder mit Geschäftsbeziehungen zu Venezuela angewendet würden.
Zudem kündigte der Präsident neue Zölle auf Autoimporte an, die vor den geplanten "reziproken" Zöllen am 2. April 2025 greifen sollen. Es wird ebenfalls berichtet, dass die USA weitere chinesische Unternehmen in die Handels-Blacklist aufgenommen haben, mit Verweis auf nationale Sicherheitsbedenken. Diese Unternehmen benötigen nun eine Regierungsgenehmigung für den Kauf amerikanischer Technologie, was Bedenken hinsichtlich der Aufrechterhaltung starker Verkaufszahlen amerikanischer Chip-Hersteller im chinesischen Markt aufkommen lässt.
Seit Jahresbeginn ist MACOM stabil geblieben, obwohl der aktuelle Aktienkurs von 129,39 USD um 13% unter dem 52-Wochen-Hoch von Januar 2025 liegt. Investoren, die vor fünf Jahren MACOM-Aktien im Wert von 1.000 USD gekauft haben, sehen nun einer Investition von 3.910 USD entgegen.

