US-Märkte unter Druck: Dienstleistungssektor trübt die Erholung
Der jüngste Optimismus an den US-Börsen erwies sich als kurzlebig, nachdem die Kurse ihre Erholung vom Vortag abrupt unterbrachen. Eine unerwartet eingetrübte Stimmung im amerikanischen Dienstleistungssektor sorgte für Bremswirkung auf die Indizes, nachdem entsprechende Daten veröffentlicht wurden.
Der Dow Jones Industrial verabschiedete sich mit einem Rückgang von 0,14 Prozent bei 44.111,74 Punkten aus dem Handel. Auch der technologieorientierte Nasdaq 100 musste Verluste hinnehmen und sank um 0,73 Prozent auf 23.018,56 Punkte. Der marktbreite S&P 500 gab ebenfalls um 0,49 Prozent nach und schloss bei 6.299,19 Zählern.
Analysten hegen vermehrt Erwartungen, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im September und im weiteren Jahresverlauf ihre Geldpolitik lockern könnte. Die Experten der Helaba verwiesen auf die im Dienstleistungssektor veröffentlichte Datenlage, die diese Spekulationen verstärkte. Denn die Fed stehe angesichts der gestiegenen Indikatoren für bezahlte Preise vor komplexen Herausforderungen, betonten die Analysten von Capital Economics.
Trotz einer möglichen Zinssenkung blieben die Kursgewinne weitgehend aus. Der Fokus der Investoren richtet sich auf die nachlassende Konjunktur, was Sorgen um eine größere wirtschaftliche Abkühlung schürt. Bereits am Freitag hatte ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht die Indizes belastet und die Märkte in eine Talfahrt geschickt, von der sie sich noch am Montag teilweise erholt hatten.

