US-Industrie unter Druck: ISM-Index deutet auf weiteren Rückgang hin
Der US-Industriesektor sieht sich im Oktober mit einer deutlichen Eintrübung konfrontiert. Der renommierte Einkaufsmanagerindex ISM, publiziert vom Institute for Supply Management, verzeichnete einen Rückgang um 0,4 Punkte und sank damit auf 48,7 Punkte. Ökonomen hatten zuvor mit einem leichten Anstieg auf 49,5 Punkte gerechnet. Ein Stand unter der Marke von 50 Punkten indiziert ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivitäten, was Investoren und Analysten gleichermaßen alarmieren dürfte.
Besonders das hohe Niveau der bezahlten Preise zeigt Rückläufigkeit, während der Unterindex für Beschäftigung zwar zulegen konnte, allerdings weiterhin unterhalb der entscheidenden Schwelle bleibt. Auch der Index für Auftragseingänge bewegt sich in einem ähnlichen Rahmen. Aufgrund der teilweisen Schließung von Bundesbehörden richten sich alle Augen auf diese Zahlen, da andere Konjunkturdaten rar bleiben.
Ralf Umlauf, Experte bei der Helaba, beschreibt die Lage als trüb und weist darauf hin, dass die kürzlich gedämpften Erwartungen an Zinssenkungen nun erneut an Dynamik gewinnen könnten. Dies, obwohl der Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome Powell, kürzlich die Hoffnungen auf eine weitere Leitzinssenkung im Dezember deutlich gedämpft hatte.

