US-Ermittlungen gegen Waaree Energies: Verdacht des Zollumgehens bei Solarmodulen
Die Vereinigten Staaten untersuchen derzeit, ob der indische Solarpanel-Hersteller Waaree Energies möglicherweise Antidumping- und Ausgleichszölle auf Solarmodule aus China und anderen südostasiatischen Ländern umgangen hat. Dieses Vorgehen könnte potenziell weitreichende Konsequenzen für den globalen Solarmarkt haben. US Customs and Border Protection hat eine formelle Untersuchung gegen Waaree und deren US-Tochtergesellschaft Waaree Solar Americas eingeleitet. Im Zuge dessen wurden vorläufige Maßnahmen ergriffen, da der Verdacht besteht, dass das Unternehmen Zölle umgangen hat, indem es Waren unter anderem Etikett in die USA eingeführt hat.
Diese Untersuchung folgte einer Beschwerde des American Alliance for Solar Manufacturing Trade Committee. Waaree ist bekannt für den Verkauf von Solarmodulen und Wechselrichtern. Das Unternehmen konnte seit seinem Börsendebüt im Oktober in Mumbai einen erheblichen Kursanstieg verzeichnen, getrieben durch optimistische Entwicklungen im indischen Erneuerbaren-Sektor. Dennoch machten US-Zölle auf indische Produkte der Branche zuletzt erheblich zu schaffen.
Eine zentrale Anschuldigung lautet, dass Waaree Solarmodule chinesischer Herkunft fälschlicherweise als indische Produkte deklarierte, um die US-Zölle zu umgehen. Waaree hat bislang außerhalb der indischen Geschäftszeiten nicht auf Anfragen zu den Vorwürfen reagiert. Parallel fordern US-amerikanische Solarhersteller härtere Zölle auf importierte Photovoltaik-Produkte, die ihrer Meinung nach den Markt verzerren. Bereits im August hatte das US-Handelsministerium eine weitere Untersuchung bezüglich Solarmodulen aus Indonesien, Laos und Indien eingeleitet, nachdem heimische Hersteller Beschwerde eingereicht hatten.
Im Laufe des Jahres wurden zudem bereits hohe Zölle auf Solarprodukte aus Vietnam, Kambodscha, Malaysia und Thailand verhängt.

