US-Dienstleistungssektor mit Dämpfer im September: Einkaufsmanagerindex fällt auf Wachstumsschwelle
Im September hat der Dienstleistungssektor der USA eine unerwartet starke Abkühlung erfahren, die selbst Experten überrascht hat. Der Einkaufsmanagerindex des renommierten Instituts for Supply Management (ISM) verzeichnete einen Rückgang um 2,0 Punkte und landete exakt auf der kritischen Marke von 50,0 Punkten. Diese Entwicklung stellt den niedrigsten Stand seit Mai dar und bleibt hinter den Erwartungen der Fachleute zurück, die von einem geringeren Rückgang auf 51,7 Punkte ausgegangen waren.
Dieser Rückgang bringt den Index auf die Wachstumsgrenze, jenseits derer Expansion signalisiert wird. Besonders bemerkenswert ist der deutliche Einbruch bei den neuen Aufträgen. Der entsprechende Unterindikator verzeichnete einen dramatischen Rückgang von 56,0 auf lediglich 50,4 Punkte, was auf eine deutliche Verlangsamung der Nachfrage hinweist.
Im Gegensatz dazu zeigen sich leichte positive Tendenzen bei anderen Unterindikatoren: Die bezahlten Preise und der Beschäftigungsaufbau konnten eine gewisse Stabilität aufrechterhalten und haben sich jeweils leicht verbessert, was zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer in der ansonsten gedämpften Atmosphäre bietet.

