US-China: Stabilisierung der Lieferketten als zentrales Thema
Beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft in Gyeongju, Südkorea, legte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping den Fokus auf die Sicherung stabiler Industrie- und Lieferketten. Nach einem Treffen mit dem US-Präsidenten Donald Trump warnte Xi vor den Risiken eines Bruchs dieser Ketten, der das globale Wirtschaftswachstum gefährden könnte. Er betonte die Notwendigkeit, die Ketten zu verlängern statt sie zu unterbrechen, um eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sicherzustellen. Xi rief dazu auf, in gemeinsames Interesse zu investieren und eine offene Entwicklung zu fördern.
In einer überraschenden Entwicklung einigten sich die USA und China auf eine schrittweise Lockerung verschiedener Wirtschaftsmaßnahmen. So wird China den Import von US-amerikanischen Sojabohnen wieder aufnehmen und setzt seine Exportkontrollen auf seltene Erden aus. Im Gegenzug senkt die USA einige ihrer Zölle auf chinesische Importe auf zehn Prozent und zieht bestimmte Sanktionen gegen chinesische Unternehmen zurück. Diese Einigung wurde von Analysten als ein vorläufiges Ergebnis des langwierigen Handelskonflikts zwischen den beiden Nationen gewertet.
Obwohl Beobachter diese Einigung als Zeichen eines positiven Fortschritts sehen, wird die Fragilität der Vereinbarung hervorgehoben. Neue Spannungen, sei es in handelsbezogenen oder sicherheitspolitischen Bereichen, könnten die Situation erneut gefährden und zu einem Wiederaufleben von Zwangsmaßnahmen führen. Analyst Gabriel Wildau von der Beratungsfirma Teneo äußerte, dass die jüngste Einigung helfen könnte, die Sorgen vor extremen Zollandrohungen zu mildern, die im April im Raum standen.

