US-Börsen: Verhaltener Start trotz geringerer Inflation

Die US-amerikanischen Börsen zeigen sich nach den jüngsten Kursrückgängen weiterhin gedrückt, trotz eines schwächeren Anstiegs der Verbraucherpreise als von Volkswirten erwartet. Die erwartete positive Wirkung auf die Handelsdynamik blieb aus. Die Hoffnung auf eine Absenkung der Zinssätze konnte den Kursen keinen neuen Schwung verleihen.
Der Dow Jones Industrial verzeichnete ein leichtes Minus von 0,15 Prozent und notierte bei 49.379 Punkten, nachdem er zu Beginn der Woche ein Rekordniveau von über 50.500 Punkten erreicht hatte. Der technologielastige Nasdaq 100 bewegte sich nahezu unverändert bei 24.689 Punkten, während der S&P 500 mit 6.830 Zählern knapp im positiven Bereich lag. Insgesamt endete die Woche für alle drei Indizes mit einem negativen Vorzeichen.
Börsianer zeigten sich am Tag zuvor verunsichert durch fortwährende hohe Investitionen führender Konzerne im Sektor der Künstlichen Intelligenz, was die Stimmung tendenziell belastete. Die Bewertungen vieler Tech-Firmen, die nach der auf KI ausgerichteten Hausse in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich hoch eingeschätzt werden, trugen zu dieser Skepsis bei.
Unter den herausragenden Einzelwerten stieg die Aktie des Elektrofahrzeugherstellers Rivian um nahezu 20 Prozent an. Mit einem optimistischen Lieferausblick für das Jahr 2026 übertraf das Unternehmen die Analystenerwartungen deutlich. Positiv zeigten sich auch die Aktien von Applied Materials, die um 10 Prozent zulegen konnten, nachdem der Chip-Ausrüster mit einem überzeugenden Umsatzausblick für das zweite Quartal die Prognosen übertraf.
Ebenso im Aufwind waren die Papiere von Airbnb, die um 4,5 Prozent zulegten. Der Anbieter von Zimmervermittlungen punktete mit einem besser als erwartet ausgefallenen Umsatzausblick für das erste Quartal. Dagegen gerieten die Aktien von Pinterest unter Druck, nachdem ein enttäuschender Ausblick für das erste Geschäftsquartal präsentiert wurde, was die Aktie um 20 Prozent nach unten drückte.

