US-Börsen trotz politischer Turbulenzen mit neuen Spitzenwerten
Die amerikanischen Aktienmärkte haben zu Beginn der neuen Handelswoche ihren Aufwärtstrend leicht ausgebaut, trotz der fortwährenden Spannungen zwischen Präsident Donald Trump und dem Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell. Besonders der Widerstand der Fed gegen politische Einflussnahme steht im Zentrum der Auseinandersetzungen, nachdem das US-Justizministerium Powell mit rechtlichen Schritten gedroht hatte. Der Dow Jones Industrial Average markierte am Montag im späten Handel einen weiteren Höchststand und stieg um 0,17 Prozent auf 49.590,20 Punkte. Auch der umfassendere S&P 500 setzte seinen Rekordlauf fort und schloss um 0,16 Prozent höher bei 6.977,27 Zählern. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete ebenfalls Zuwächse, wobei der Nasdaq 100 um 0,08 Prozent auf 25.787,66 Punkte kletterte.
Die Debatte um die Unabhängigkeit der Fed könnte signifikante Auswirkungen auf die Geldpolitik haben, wie Jerome Powell betonte. Der Streitpunkt dreht sich primär um die Frage, inwieweit die Fed-Zinspolitik auf sachlicher Basis bleibt oder durch politischen Druck verfälscht wird.
Kreditkartenunternehmen wie Visa, Mastercard und American Express standen unter Druck, da Präsident Trump eine Zinsobergrenze von einem Jahr fordert. Dies führte zu Kursverlusten zwischen 1,6 und 4,3 Prozent. Analysten warnen davor, wie einschneidend eine solch drastische Regulierung für die Branche wäre.
Walmart erlebte dagegen einen positiven Tag und verzeichnete als Spitzenreiter im Dow einen Zuwachs von 3,0 Prozent. Der Einzelhandelsriese plant den Aufstieg in den Nasdaq 100 und kooperiert mit Alphabet, um KI-gestützte Einkaufslösungen zu entwickeln. Alphabet-Aktien erreichten ein neues Hoch, getrieben durch die Aussicht auf eine Partnerschaft mit Apple im KI-Bereich, während der Aktienkurs um 1,0 Prozent stieg.
Im Bereich der Unterhaltung kam es zu rechtlichen Auseinandersetzungen, da Paramount im Streit um Warner Brothers gegen die Entscheidung des Managements, ein Netflix-Angebot anzunehmen, juristisch vorging. Paramount setzte damit ein Zeichen und forderte mehr Transparenz, während Warner-Aktien um 1,7 Prozent fielen und Paramount um 0,8 Prozent zulegten. Netflix musste einen leichten Rückgang von 0,1 Prozent hinnehmen.
Unitedhealth, ein großer Krankenversicherer, verzeichnete einen Verlust von 1,0 Prozent, da ein Senatsausschuss das Unternehmen für seine Praktiken im Umgang mit Medicare kritisierte. Solche Einschätzungen können weitreichende Folgen für die Strategie im Gesundheitssektor haben.

