US-Börsen drehen ins Plus: Technologieaktien beflügelt trotz gemischter Signale
Ein Überraschungsmoment an den US-Börsen: Nach einem holprigen Start gelang es den wichtigsten Indizes, in die Gewinnzone zu drehen. Der unerwartet starke Anstieg des Einkaufsmanagerindex der heimischen Industrie signalisierte eine klare Verbesserung der wirtschaftlichen Stimmung und sorgte für Optimismus. Im Fokus der Anleger standen Technologiewerte, die einen deutlichen Schub verzeichneten, während Walt Disney mit negativen Reaktionen auf seine Quartalszahlen zu kämpfen hatte. Der Dow Jones Industrial schloss 1,10 Prozent höher und erreichte 49.429 Punkte. Auch der S&P 500 steigerte sich um 0,73 Prozent auf 6.990 Punkte, während der technologielastige Nasdaq 100 um 1,07 Prozent auf 25.825 Punkte zulegte. Treiber dieser Entwicklung war die positive Marktstimmung, die sich in einem Anstieg des ISM-Einkaufsmanagerindex zeigte. Besondere Aufmerksamkeit im Dow erlangten Cisco und IBM, die solide Kursgewinne von über drei Prozent verbuchen konnten. Caterpillar stach als Gewinner des Tages hervor und kletterte um 4,5 Prozent. Im Nasdaq 100 führten AMD und Intel sowie andere Chiphersteller das Feld der Gewinner an und erzielten beachtliche Kurszuwächse.
Dagegen konnte Oracle seine Gewinne nicht langfristig verteidigen und musste ein moderates Minus hinnehmen. Angesichts eines beharrlichen Abwärtstrends könnte der Software- und Datenbankanbieter Schwierigkeiten haben, weiteres Kapital für die Expansion des Cloud-Geschäfts zu mobilisieren. Die strategischen Planungen zu Seltenen Erden unter Präsident Donald Trump hatten kurzfristig positive Effekte auf USA Rare Earth und Critical Metals, die jedoch nicht anhaltend waren. Trotz anfänglicher Kurszugewinne stagnierte der Fortschritt.
Die geopolitischen Entwicklungen, insbesondere die Aussicht auf Gespräche zwischen den USA und dem Iran, führten zu einem deutlichen Rückgang der Ölpreise. Dies belastete die Aktien von Exxon Mobil, ConocoPhillips und Chevron, die mit Verlusten von bis zu 1,9 Prozent zu kämpfen hatten. Walt Disney fiel mit einem Rückgang von 7 Prozent ans Ende des Dow. Trotz eines verbesserten Gewinns je Aktie und eines steigenden Umsatzes zeigten sich die Anleger besorgt über hohe Ausgaben für Filmwerbung und die bevorstehende Nachfolgeentscheidung von Bob Iger. Berichten zufolge könnte Freizeitparkchef Josh D'Amaro als neuer Konzernchef ernannt werden, was in den kommenden Tagen entschieden werden könnte.

